John Cages unglaubliche spieltechnische Anforderungen machen die "Etudes Boreales" zu einem hochvirtuosen Stück, das ein äußerst sensibles Gespür für das Zusammenspiel von Fingern, Instrument und Geist voraussetzt. Auf dieser CD ist es gleich in zwei Versionen zu hören: für Klavier solo und später für Violoncello und Klavier. Ähnlich wie in den Schwesterwerken "Etudes Australes" und "Freeman Etudes" legte der Komponist den "Etudes Boreales" eine Sternenkarte zugrunde. Cage verwendete die Karte des nördlichen Himmels, die der tschechische Astronom Antonín Bec(vár( 1962 erstellt hatte. In dem Time-length-Stück 26'1.1499'' – dessen erste 640,3 Sekunden Friedrich Gauwerky hier spielt und das nach dem Wunsch des Komponisten somit den Titel 10'40.3'' trägt – huldigt Cage der Abwesenheit kompositorischer Intentionalität. Auch die "Harmonies" bleiben offen für die Kreativität des Unvorhersehbaren.
Inhalt:
Etudes Boreales for a Percussionist Using a Piano Harmonies XIII, XXII, XXIV, XXVII for Violoncello and Piano 10'40.3" for a String Player, as part of: 26’1.1499’’ for a String Player Etudes Boreales for Cello Solo and Piano Solo