Das Ensemble Phorminx zeigt zentrale Stationen aus dem Schaffen Helmut Lachenmanns auf: ausgehend von dem Cellosolo "Pression" aus dem Jahre 1969 über Werke wie "Dal niente" für Klarinette, "Toccatina" für Violine oder "temA" für Flöte, Singstimme und Cello bis hin zum Trio "Allegro sostenuto" von 1986–88. Es sind Stationen, die sich in die Kontinuität seiner wichtigsten kompositorischen Frage- und Problemstellungen einreihen lassen, die aber ebenso nachdrücklich einen stets voranschreitenden Entwicklungsgang dokumentieren, der nirgendwo zum Stillstand kommt oder sich gar zu einem "Stil" beruhigt.
Entfaltet Lachenmann in Werken wie "Pression" oder "Dal niente" seine Idee einer „musique concrète instrumentale“, so lässt er in "Allegro sostenuto" eine Reihe von Gestaltungs- und Verfahrensweisen wieder einfließen, die er in den frühen Stücken kategorisch ausgeschlossen hatte.