Das zur Legende der Avantgarde gewordene Buch von Hans G Helms „Fa:m´ Ahniesgwow" bewegt sich im Grenzbereich zwischen Literatur und musikalischer Komposition. Der Autor beschäftigt sich in seinem Werk kritisch mit den Strukturen der fortgesetzt faschistoiden Gesellschaft, beleuchtet die Ära des wirtschaftswunderlichen Konsumzwangs. Helms beobachtet soziale und politökonomische Phänomene, kombiniert das Gesehene und Erlebte mit den Parametern Semantik, Phonetik und Grammatik, komponiert – streng genommen – mit der Sprache.
Die Gesamtrealisation des Helms’schen Opus ist dem SprachKunstTrio sprechbohrer nach mehrjähriger Auseinandersetzung mit dem Werk 2009 – sechzig Jahre nach Abschluss der Arbeit am Buch – gelungen. Durch intensive Kommunikation mit Hans G Helms ist ein hohes Maß an interpretatorischer Authentizität gewonnen.
„Wie exakt und minutiös die sprechbohrer kraft ihrer fachlichen Kenntnisse und ihres Engagements die Intentionen meiner im Zwischenreich von Sprache und Musik geschaffenen Strukturen analysiert und realisiert haben, ist dem Gros des aufmerksam lauschenden und reagierenden Publikums nicht verborgen geblieben.“ (Hans G Helms)
Koproduktion mit dem Hessischen Rundfunk (hr2-kultur) 2009
Gefördert von der Kunststiftung NRW.
Mehr als 100 Musikkritiker bilden die Jury des Preises der deutschen Schallplattenkritik und wählen herausragende Produktionen für die Bestenliste oder den Jahrespreis aus.