Ensemble Modern / Nina Janßen: clarinet / Saar Berger: horn / Michael M. Kasper: violoncello / Bassem Alkhouri: qanun / Martyn Brabbins: conductor / Hermann Kretzschmar: piano / Ulrike Stortz: violin / Noriko Kawai: piano / Franck Ollu: conductor
"Preis der deutschen Schallplattenkritik" (Bestenliste 4/2010)
Für Saed Haddad braucht „gute Musik“ – neben verschiedenen nicht greifbaren Elementen – ein Gleichgewicht von physischen und metaphysischen Eigenschaften. Zu ersteren zählt er Schönheit, Energie, Zauber, Spannung, Virtuosität usw.; in die zweite Kategorie gehören schwer fassbare Konzepte: das Existenzielle, das Geistige und das Transzendentale. Die Werke auf dieser CD entstammen zwei von unterschiedlichen Kompositionspraktiken geprägten Perioden. Im ersten Zeitraum von 2004 bis 2006 strebte Haddad eine Synthese arabischer und westlicher Musik an – ohne die üblichen westlichen Maschen wie Tourismus, Exotismus oder irgendeine Form von Abstraktion. Das Ziel war eine echte, existentielle und transzendentale Integration, nicht ein Nebeneinanderstellen oder gar ein Zwängen der einen Tradition auf die andere. In jüngster Zeit, seit 2007, zieht es den stets hinterfragenden Komponisten zunehmend fort von einem direkten, existenziellen Kontakt mit der arabischen Kultur.
Mehr als 100 Musikkritiker bilden die Jury des Preises der deutschen Schallplattenkritik und wählen herausragende Produktionen für die Bestenliste oder den Jahrespreis aus.
Le Contredésir On Love I für Qanun und Ensemble - On Love II für Klavier und Ensemble - Les Deux Visages de l'Orient - Études Mystérieuses (I–VII) - The Sublime für Ensemble