Den Namen Deutsches Symphonie-Orchester Berlin trägt das Orchester seit 1993. Seine Orchestertradition geht jedoch auf eine mehr als 50-jährige Geschichte zurück. Gegründet wurde es 1946 als RIAS-Symphonie-Orchester. Ferenc Fricsay wurde erster Chefdirigent. Er setzte Maßstäbe im Repertoire: Die Musik des 20. Jahrhunderts bildete darin eine feste Größe. 1956 erfolgte die erste Namensänderung: Der ehemalige Sender Freies Berlin (heute Rundfunk Berlin-Brandenburg) übernimmt die finanzielle Mitverantwortung für das Orchester, das nun zwei Funkherren dient und sich daher Radio-Symphonie-Orchester nennt. Nach Fricsays allzu frühem Tod folgten Lorin Maazel (1964–1975) und Riccardo Chailly (1982–1989) als Chefdirigenten. Von 1989 bis 1999 hatte Vladimir Ashkenazy diese Position inne. Um irritierende Verwechslungen in der erweiterten Gesamtberliner Kulturszene zu vermeiden, entschloss sich das Orchester 1993, seinen gut eingeführten Namen zugunsten des heutigen aufzugeben – Deutsches Symphonie-Orchester Berlin. Seit der Saison 2000/2001 ist Kent Nagano Chefdirigent und künstlerischer Leiter. Ab 2007 wird Ingo Metzmacher sein Amt übernehmen.