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Schneller, Oliver
Oliver Schneller (*1966 in Köln) studierte Musik- und Politikwissenschaft in Bonn und anschließend Komposition bei Lee Hyla am New England Conservatory in Boston und bei Tristan Murail an der Columbia University in New York, wo er 2002 mit einer Arbeit über Musik und Architektur promovierte. Als Assistent von Murail unterrichtete er an der Columbia University Komposition, Computer
musik und Psychoakustik. Es folgte die Rückkehr nach Europa, genauer Frankreich: Als "compositeur en recherche" arbeitete er von 2002 bis 2004 am Pariser
IRCAM – Centre Pompidou.
Oliver Schnellers Werke wurden und werden auf internationalen Festivals in Europa, den USA und Asien aufgeführt u.a. vom Ensemble Intercontemporain, der musikFabrik, dem ensemble recherche, Court-Circuit, dem SWR Radiosinfonieorchester, Avanti!, Speculum musicae, dem ensemble mosaik und im Rahmen der „Frankfurt 2000“-Reihe des Ensemble Modern. Kompositionsaufträge und Uraufführungen erfolgten u.a. bei den Wittener Tagen für Neue
Kammermusik, bei Wien Modern, der Münchener Biennale, der MaerzMusik Berlin, den Internationalen Ferienkursen für Neue Musik Darmstadt, bei Ars musica (Brüssel), Tanglewood, Ultraschall, Musica Strasbourg, Agora (Paris), Musicacoustica (Peking), International Computer Music Conference (Singapur) und Takefu (Japan).
Seit 2004 arbeitet Schneller mit bildenden Künstlern und Architekten zusammen, darunter Alexander Polzin, Christoph Brech, Curtis Anderson und Iris Dupper. Als Saxo phonist spielte er gemeinsam mit Tan Dun, Lukas Foss, Ned McGowan, Steve Drury und Bernhard Lang und war Mitglied in so unterschiedlichen Forma tionen wie der George Russell Bigband, dem Tanglewood Symphony Orchestra und dem Gustav Mahler Jugendsinfonieorchester unter
der Leitung von Seiji Ozawa.
Zusammen mit Jean-Luc Hervé und Thierry Blondeau gründete Schneller 2006 die Komponistengruppe „Biotop“. 2008 war er zusammen mit Carsten Gerth Initiator des SinusTon Festivals Magdeburg. Das vielseitige musikalische Schaffen Oliver Schnellers wurde bereits mit zahlreichen Preisen und Auszeichnungen bedacht, darunter ein Stipendium der Deutschen Akademie Rom, Villa Massimo, der Paul Fromm Award der Harvard University, das Benjamin Britten Fellowship Tanglewood, ein Stipen dium des Experimentalstudios des SWR und ein Reid Hall Stipendium der Columbia University sowie der Komponistenpreis der Ernst von Siemens Musikstiftung.

Diskografie / Weitere Werke
Aqua Vit / Trio / Five Imaginary Spaces / Resonant Space / Stratigraphie I und II
CD
Double / Fluchtlinien / hin her / Zwei Lieder / der und die / Windflüchter II
CD
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